Lyonel-Feininger-Galerie

EN 548. Linolschnitt heute.
Internationale Positionen im Preisträgerwettbewerb der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen

EN 548? Dieser kryptisch klingende Titel bezeichnet nichts anderes als die Norm für die Eigenschaften von Linoleum und verweist auf die künstlerische Hochdrucktechnik, die im Zentrum der Ausstellung steht. 1989 wurde in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen der internationale Grafikpreis »Linolschnitt heute« installiert, um zeitgenössische Künstler zu fördern, die in dieser Technik arbeiten. Zum 10. Jubiläum des Wettbewerbs präsentieren wir eine Auswahl von hochkarätigen Werken der bisherigen Preisträger, Juryankäufe und Teilnehmer. Die Besucher des Museums für grafische Künste durchlaufen somit das gesamte Spektrum des Linoldrucks der letzten 30 Jahre.

 Zaumseil Galeriebesuch 120ppi
Uta Zaumseil, Galeriebesuch, 2008, Farblinolschnitt

Hanks Beers and bunnies 120ppi     Jattiot Vanity April 120ppi
Abb. links: Rew Hanks, Beers and Bunnies, 2015, Linolschnitt
Abb. rechts: Julienne Jattiot, Avril, 2014/15, aus der 12-teiligen Serie: Vanity Remains, Farblinolschnitte, Buchdrucke

Eine Kooperation mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen.

 

Cut and close. Linolschnitte von Claas Gutsche
Sonderausstellung im Seitenflügel

Claas Gutsche nimmt unter den Grafikern seiner Generation eine herausragende Position ein. Der Grund dafür ist, dass er sich dezidiert mit Fragen der Bildökonomie auseinandersetzt und dafür ein scharf umrissenes Konzept entwickelt hat. So bevorzugt er bisher allein den Linolschnitt. Das als »arm« geltende Material hat in den letzten Jahrzehnten zwar eine enorme Aufwertung erlebt, nicht zuletzt, weil es riesige Formate erlaubt. Gerade das Format aber konfrontiert jede Bildgestalt mit dem Problem ihrer Bildwürdigkeit.

Claas Gutsche Concrete 2014 Farblinolschnitt 54 x 686 cm
Claas Gutsche, Concrete, 2014, Farblinolschnitt
courtesy Galerie Wagner + Partner